Osteoporose

Osteoporose kann im Bereich der Wirbelsäule zu Wirbelkörperbrüchen führen, die besonders bei älteren Patienten auftreten. Die Wirbelkörper brechen dabei unter starken Schmerzen keilförmig zusammen, die Körpergröße nimmt ab und im Endstadiumbildet sich der sogenannte “Witwenbuckel“ aus. Mit der Verordnung von Schmerzmitteln, Krankengymnastik und einem Korsett waren die konservativen Therapiemaßnahmen meist erschöpft. In schlimmen Fällen mit Lähmungen musste eine Operation mit Metallimplantaten durchgeführt werden. Mit der Kyphoplastie steht ein minimalinvasives Verfahren zur Verfügung mit dem osteoporotische Wirbelkörperfrakturen aufgerichtet werden. Dabei wird eine ca. 3 mm durchmessende Nadel von rückseitig am Rückenmark vorbei in den Wirbelkörper eingebracht. Über diese röhrenförmige Nadel wird dann ein Ballonkatheder vorgeschoben. Beim nächsten Arbeitsschritt wird der Ballon unter Druck entfaltet und richtet den zusammengebrochenen Wirbelkörper auf. Danach wird der Ballonkatheder wieder reduziert und zurückgezogen. Die so vorgeformte Höhle innerhalb des Wirbelkörpers wird dann mit Knochenzement aufgefüllt, der innerhalb von Minuten aushärtet und den Wirbelkörper wieder voll belastungsstabil werden lässt. Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und die Patienten können bei Bedarf noch am Tage des Eingriffs aus der stationären Behandlung entlassen werden. Unser Team verfügt über eine reichhaltige Erfahrung mit dem Operationsverfahren: In den letzten 10 Jahren wurden mehr als 600 Patienten erfolgreich behandelt.

Fallbeispiele

 

Fallbeispiel einer Patientin mit einem osteoporotischen Bruch des ersten Lendenwirbelkörpers, der mit der minimalinvasiven Kyphoplastie stabilisiert wurde.